Der Materialeinsatz ist in vielen produzierenden Unternehmen heimlich zum Kostenfaktor Nr. 1 geworden. Gründe dafür sind, dass immer wertvollere Vorprodukte eingesetzt werden und die Rohstoffpreise steigen. Gleichzeitig werden die Einsparungen in anderen Bereichen (zum Beispiel bei den Personalkosten) immer schwieriger.

Die Mengenschraube

Bislang war der Fokus meistens nur auf günstigere Einkaufspreise gerichtet. Aber Ineffizienzen in der Produktion, im Qualitäts- oder Abfallmanagement haben eine genauso große Bedeutung für das Betriebsergebnis. Hier muss an den Mengen der Materialströme angesetzt werden.

Lernen und Re-Investieren

Eine Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums hat im Jahr 2005 ergeben, das allein durch "Lernen und Re-Investieren" das Einsparpotenzial in 9 ausgewählten Branchen bei 6 Mrd. € pro Jahr liegt. Viele Pilotprojekte, z. B. im Rahmen des Förderschwerpunktes "Energie- und Stoffstrommanagement" in Baden-Württemberg, haben auch für einzelne Unternehmen den Nachweis erbracht, dass die jährlichen Einsparungen sogar Millionenbeträge erreichen können.